VeggieWorld Hamburg 2017

Vom 18. – 19. März 2017 geht die VeggieWorld Hamburg in die zweite Runde. Nach einem außerordentlich erfolgreichen Start in 2016, erwartet Veranstalter Wellfairs über 8.000 Besucher und ca. 90 Aussteller. Die VeggieWorld ist eine Messe für Jedermann – und das ist genau so gemeint, wie es hier steht.

Die Veranstalter betonen, dass neben Veganern und Vegetariern auch ganz besonders Flexitarier und Menschen, die regelmäßig Fleisch essen, herzlich willkommen sind. „Gerade Fleischesser wissen vielleicht gar nicht, welche unglaublichen Möglichkeiten die vegane Küche bietet. Genau das ist unser Ansatz: Nicht überreden, sondern überzeugen.“, sagt Wellfairs Geschäftsführer Hendrik Schellkes. Aber die VeggieWorld bietet auch Fachbesuchern, wie Gastronomen, Einzel- oder Großhändlern ein reichhaltiges Angebot. „Gerade die vielen kleinen Manufakturen unter unseren Ausstellern sind vielen Händlern oder Gastronomen noch nicht bekannt, da sie bis dato nirgendwo gelistet sind“, so Schellkes weiter. Die Besucher erwartet auf einer VeggieWorld das volle Programm: Sie können an vielen Ständen probieren, sich für die nächsten Wochen mit veganen Gerichten und Zutaten eindecken – und das oft zu Messepreisen. Das wichtigste beim Einkaufen oder Degustieren ist aber der persönliche Kontakt zu den jeweiligen Herstellern. Der Hersteller kann wie kein anderer wichtige Informationen zu Inhaltsstoffen und Zusammensetzung geben und über gesundheitliche Auswirkungen sprechen. Neben zahlreichen Anbietern aus dem Bereich Ernährung, dürfen sich die Besucher auch auf Aussteller aus den Bereichen Bekleidung, Accessoires und Kosmetik freuen – alle Produkte sind natürlich 100% vegan! Darüber hinaus erwartet die Besucher ein reichhaltiges, abwechslungsreiches und informatives Rahmenprogramm. Das Rahmenprogramm besteht aus Vorträgen, Kochshows und Workshops und ist für alle Besucher kostenlos. Weitere Infos zur VeggieWorld in Hamburg

Dass eine pflanzenbasierte Ernährung immer beliebter wird, beweist die steigende Anzahl der Veganer und Vegetarier in der Bevölkerung. Der wachsende Trend spiegelt sich auch in der Entwicklung wider.

In Deutschland ernähren sich ca. 7,8 Millionen Menschen vegetarisch und fast 1 Million Menschen vegan. Diese Zahlen veröffentlicht der VEBU (Vegetarierbund Deutschland e.V.) regelmäßig und notiert dabei, dass jeden Tag schätzungsweise 2.000 Menschen hinzukommen.
Der Markt wächst noch weiter! Laut dem Marktforschungsunternehmen Mintel wurden 2015 in Deutschland mehr vegane Produkte als in jedem anderen europäischen Land eingeführt. Deutschland steht nun mit 36% aller Einführungen an der Spitze Europas. Lediglich Großbritannien gefolgt von Spanien und Italien können ansatzweise mithalten. Außerdem hat die Auslobung „vegan“ (10%) die Kennzeichnung „vegetarisch“ (6%) bei deutschen Lebensmittel- und Getränkeprodukten überholt, so die Studie von Mintel weiter.
Laut einer Marktanalyse des Instituts für Handelsforschung (IFH) Köln wurden im Jahr 2015 Umsätze von 454 Millionen EUR mit vegetarischen und veganen Produkten erzielt. Dies ist ein Wachstumstrend von 25,9% im Vergleich zum Vorjahr.
Ungewöhnlicher, aber sehr aussagekräftiger Indikator für das enorme Wachstum der Branche ist auch die Anzahl der im Einzelhandel erhältlichen veganen Kochbücher. Gab es 2011 noch 12 Bücher am Markt, waren es in 2015 bereits 119 – Tendenz eindeutig steigend.
Und last but not least zeichnet auch die Entwicklung der führenden Messe im veganen Markt, die VeggieWorld, diesen Trend durch ihr massives Wachstum eindeutig nach.

Senioren benötigen mehr Eiweiß

Ältere Menschen brauchen mehr Eiweiß als bisher gedacht. Denn mit den Jahren nutzt der Körper Milch, Fleisch und Co. schlechter aus, wie das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ schreibt. Um einen schnelleren Muskelschwund zu vermeiden, empfehlen Alternsforscher gesunden Senioren 20 bis 30 Prozent mehr Eiweiß als jüngeren Menschen. Eine ältere Frau, 65 Kilo schwer und normalgewichtig, sollte demnach etwa 65 Gramm Eiweiß am Tag essen. „Mit drei Scheiben Käsebrot, einer Portion Fleisch oder Fisch und einem Glas Milch ist dieses Soll erfüllt“, so Dr. Eva Kiesswetter vom Institut für Biomedizin des Alterns in Nürnberg. Der Heidelberger Altersmediziner Prof. Jürgen Bauer rät: „Keine Mahlzeit ohne.“ Denn verlorene Muskeln wieder aufzubauen, fällt im Alter ungleich schwerer. „Bitte keine Experimente mit Diäten“, mahnt Bauer. Jeder Gewichtsverlust geht auch auf Kosten der Muskeln. Abnehmen sollten Ältere nur, wenn der Arzt dazu rät. Neben allgemein bekannten Eiweißquellen wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milch, eignen sich auch pflanzliche Lebensmittel, allen voran Linsen. In Frage kommen auch Tofu und Süßlupine. „Vegetarier leiden nicht an Eiweißmangel, solange sie Milch und Käse essen“, erläutert der Professor. Von veganer Kost rät er Senioren jedoch ab. Das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“ 2/2017 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Nulldiät birgt Risiken

Viele Menschen fasten, um ihrem Körper Gutes zu tun. Dabei kommt es aber auf das richtige Maß an: „Bei einer Nulldiät baut der Körper Protein aus Muskeln ab“, erklärt der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm, Professor an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in Saarbrücken, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. Das führe oft schon nach kurzer Zeit zu einem Eiweißmangel. Zudem litten unsere nützlichen Darmbakterien unter dem Nahrungsentzug, immungeschwächte Menschen könnten noch anfälliger für Infekte werden.

Eine verträglichere Alternative ist laut Worm das modifizierte Fasten, bei dem der Körper täglich ein Mindestmaß lebenswichtiger Stoffe wie Proteine, Vitamine, Spurenelemente und Ballaststoffe erhalte. „Diese schonendere Variante bietet alle Vorteile einer Nulldiät, minimiert aber Risiken wie den starken Muskelabbau“, so Worm. Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 2/2017 B liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.